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Ein Konzertbericht von dem liveauftritt der Band God is an Astronaut Torsten Kinsella (Guitar, Synths, Efx Vocals), Niels Kinsella (Bass), Lloyd Hanney (Drums), Jamie Dean (Piano/Synths), Gazz Carr (Guitar) live im Bi NUU dem ehmaligen Kato unterm U-Bahnhof Schlesisches Tor, vom 04.Juli 2012.

Gewöhnlicherweise ist der Sommer in Berlin super, es gibt neben der feté de la Musique etliche Ecken in denen neugegründete Bands an Straßenkreuzungen erste Gehversuche machen und denen man bei Bier und guter Laune lauschen kann. Unter der Oberbaumbrücke in Sichtweite des Universal-Hauptquartiers träumen so manche von der großen internationalen Karriere. Die Band die es geschafft haben sich ein breites Publikum und treue Fans zu erspielen, sind gerade im Sommer auf zahlreichen Festivals unterwegs. Da heißt, es gibt in Berlin nur selten im Hochsommer was von Internationalen Bands was auf die Ohren. In der Ferienzeit muss man sich also mit Strandbad und Tierpark begnügen, was sicherlich auch seinen Charme hat.

Wo Pearl Jam sich in die furchtbare O2-World eingemietet hat, zog es God is an Astronaut vor, nur 2 Steinwürfe entfernt im Bi NUU im ehemaligen Kato ihr Fans zu beglücken. Das Kato ging vor einigen Jahren sang und klanglos an hausgemachten Problemen unter. Nun hat ein neuer engagierter Klubchef den Laden übernommen und die location Bi NUU getauft. Da dieser mit der Stadt verwurzelt ist, scheint er außerdem in der Lage zu sein, den Klub nachhaltig zu führen. Nichts wäre leichter gewesen als die Location unter dem U-Bahnhof Schlesisches-Tor leer stehen zu lassen oder für hippe Boutiquen umzubauen. wir beglückwünschen den Betreibern einen gelungenen Neustart – aufs Bi NUU.

Nachdem die Band im März diesen Jahres auf Europatournee gingen und dabei Deutschland aussparten, kommen sie im Sommer für 2 Gigs nach Deutschland. Ohne Vorband und großes gerede spielten God is an Astronaut auf. Nach dem ersten Song war man eigentlich schon Lichtjahre entfernt von der Erde. Und der utopische Gedanke der bei ihren Liedern immer mitschwingt, verbreitete sich im Saal. Im Hintergrund unterstützen Visuals den Sound. Obwohl so mancher Song auf ihren Alben sehr ähnlich klingt, gelang es der Band ein abwechslungsreiches Set zu spielen. Neben der 4-Mann-Besetzung war ein weiterer Gitarrist mit an Board, so das die Bühne zu fünft recht voll war. Zahllose Effektgeräte, Poties und Regler machten die Räume eng, so das die Musiker wohl einfach nur froh waren das sie überhaupt frei stehen konnten, ohne, auf das Pedal des anderen zu treten. Nach ca. 70 minuten gabs eine frenetisch geforderte Zugabe die mit bekannten Liedern gewährt wurde.

Das Genre Post-Rock, hat eine treue Fangemeinde und spricht ein breites Publikum an, entsprechend voll war der Klub. Im Bi Nuu sah man 18 Jährige und dreimal so alte Fans, die sich gleichermaßen für die Band begeistern können. Erstaunlich ist auch das man erst beim Bier bestellen merkte das die Gäste aus allen Ecken Europas kommen. Im Grunde ein wirklicher netter Abend in Berlin in netter Gesellschaft.

Bilder: Tobias Vento

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